UPPW-Vortrag Nr.76

Präsenzveranstaltung – Hörsaal XVI (Melanchthonianum), Universitätplatz 9

Dienstag 09. Juni 2026, 16:00 – 18:00 Uhr

Miriam Dross, LL.M., Umweltbundesamt

Das neue Straßenverkehrsrecht – Paradigmenwechsel zugunsten von Umwelt- und Klimaschutz

Der öffentliche Straßenraum hat viele Funktionen. Bislang stand vor allem der Kfz-Verkehr im Mittelpunkt, denn fahrende und parkende Autos belegen einen großen Teil der Fläche. Zunehmend fordern andere Nutzungen wie der Rad- und Fußverkehr oder das Straßengrün und Stadtbäume Platz ein. Im über mehrere Jahre erfolgten Novellierungsprozess von Straßenverkehrsgesetz, Straßenverkehrs-Ordnung und der entsprechenden Verwaltungsvorschrift hat jetzt ein grundlegender Paradigmenwechsel stattgefunden. Die neuen Ziele Umwelt- und Klimaschutz, Gesundheit und städtebauliche Entwicklung dienen jetzt als Anordnungs-gründe für verkehrliche Anordnungen, neben der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs. Die Novelle beeinflusst damit Fuß- und Radwege, Busspuren, die Parkraumbewirtschaftung und Tempo 30. Auch interessante verfassungsrechtliche Fragen spielten im Gesetzgebungsprozess eine Rolle.

Der Vortrag gibt einen Einblick in den Gesetzgebungsprozess, relevante Rechtsfragen und zeigt Praxisbeispiele.

Zur Referentin

Miriam Dross, LL.M. ist Volljuristin und leitet seit 2021 das Fachgebiet Nachhaltige Mobilität in Stadt und Land am Umweltbundesamt. Das Fachgebiet führt Forschungsvorhaben im Bereich nachhaltige Stadtmobilität, u. a. zu Rad- und Fußverkehr, Anreizen für nachhaltiges Mobilitätsverhalten, Straßenraumumverteilung und ÖPNV durch und bearbeitet straßenverkehrsrechtliche Fragen. Das FG ist Koordinierungsstelle der Europäischen Mobilitätswoche und Focal Point des UNECE-Programms für aktive Mobilität und Gesundheit in der Bundesregierung.

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